Paula und Blumes Ideen

Unser oberster Chef ist schon ein echter Dramatiker.

Erst erschrickt er gar fürchterlich, als er mit seinem Finanzvorstand über sinkende Gewinne stolpert. Wohlgemerkt über Gewinne, nicht etwa Verluste.

Dann erfindet er die bekannte Unternehmer- Arznei „Jobabbau“ neu. Als Allheilmittel gegen die altbekannten VW-Probleme: China, Antriebstechnik, Fahrzeugabsatz, Arbeitskosten und US-Zölle und meint, das mit dem Abbau von rund 50.000 Arbeitsplätzen hinzukriegen.

Nicht einmal zwei Jahre später reicht ihm das nicht mehr: er bringt weitere 50.000 Arbeitsplätze ins Abbaugerede ein und zusätzlich die Abstoßung von vier Werken.

So bringt man Furcht und Schrecken über seine „lieben Kolleginnen und Kollegen”.

Prachtvolle Ideen für ein Chefgehalt von 7,4 Mio € letztes Jahr. Den Vorschlag hätte auch ein Betriebswirtschaftsstudent im 3. Semester mit Bafög-Bezug noch geschafft. Und wenig später erklärt derselbe Blume ganz aufgeklärt, Werksschließungen seien nicht besonders schlau. Ja, das nenne ich mal wendig.

Da freut man sich schon auf die nächsten, dann aber hoffentlich schlaueren Ideen aus der Vorstandsetage. Die Arbeitskosten bei uns betragen im Übrigen nur 17 % und Autos kaufen keine Autos, soll schon Henry Ford festgestellt haben…

Deine Kollegin

Paula