„Zusammenhalt ist unserestärkste Marke“

Unter diesem Motto hat die IG Metall die Beschäftigten der Automobil- und Zulieferbetriebe bundesweit zu betrieblichen Aktionen am 21. September aufgerufen. Im Juli hatten bereits Zehntausende bei Mercedes, Volkswagen, Audi, Porsche, MAN und CARIAD an betrieblichen Protesten teilgenommen.

„Wir sollen länger arbeiten. Später in Rente gehen. Und bei der Gesundheitsversorgung immer tiefer in die eigene Tasche greifen. Gleichzeitig sollen in den kommenden Jahren zehntausende Industriearbeitsplätze verschwinden. All das ist ein direkter Angriff auf uns Arbeitnehmer und auf die Zukunft unserer Kinder“, so die IG-Metall-Vertrauenskörperleitungen bei Mercedes- Benz in einem Offenen Brief an den Bundeskanzler.

In einem weiteren Brief an den IG Metall Vorstand machen sie deutlich: „Unsere Interessen werden nicht dadurch verwirklicht, dass wir die Gegensätze zwischen Kapital und Arbeit ausblenden. Sie werden allein durch Arbeitskampf, also durch Protest, Widerstand und notfalls durch Streik, durchgesetzt. Nur so können wir die Profitlogik dort zurückdrängen, wo sie unseren Arbeits- und Lebensbedingungen entgegensteht.“